Die nächste Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde im Oktober 2013 verabschiedet und ist am 01. Mai 2014 in Kraft getreten. Sie sieht eine Verschärfung der primärenergetischen Anforderungen im Neubau um 25 % zum 01.01.2016 vor, die jedoch durch die gleichzeitige Absenkung des Primärenergiefaktors für Strom wieder relativiert wird. Bei Bestandsgebäuden gibt es keine Verschärfung des Anforderungsniveaus, allerdings wird hier u. a. die Nachrüstverpflichtung für alte Heizkessel erweitert. Energieausweise erhalten Energieeffizienzklassen und sollen stichprobenartig kontrolliert werden.





Energiekosten senken- und zwar jetzt!

Informationen für Mieter und Hauseigentümer, die ihre Energiekosten senken wollen

Tipps, die nichts kosten, für Mieter und Hausbesitzer:

* Heizkörper entlüften
* 2 bis 3maliges Stoßlüften pro Tag (5 Minuten reichen, um die Luft auszutauschen, ohne die Wände abzukühlen) - Fenster nicht "auf Kipp" stellen
* unbeheizte Räume nicht durch andere Räume „mit-beheizen“
* Absenken der Raumtemperatur um 1 Grad (Einspareffekt: 6 %. Aber Vorsicht bei Raumtemperaturen unter 20°: zuvor Energieberater konsultieren –- Gefahr der Schimmelbildung!)
* Duschen statt Baden, Wassertemperatur kontrollieren
* Abschaltung von Elektro- und Elektronikgeräten im Stand-by-Betrieb
* besonders verbrauchsgünstige Einstufung A++ bei Kühl- und Gefriergeräten wählen
* Heizkörper freistellen von Möbeln, Raumteilern etc.
* Wohnung nach Feucht- und Schimmelstellen an Wänden und in Nischen absuchen.


Tipps, die einen geringen finanziellen Aufwand verursachen z.B.für kleine Anschaffungen oder Eigenleistung:

* Beleuchtung: Austausch von Glühlampen durch Energiesparlampen: Preis ca. 6 bis 12 €. Lebensdauer: ca. 12mal so lange wie Glühbirne; Amortisation nach ca. 2000 Betriebsstunden.
* Heizung: Einbau von Thermostatventilen mit Zeitschaltuhr: Materialkosten ohne Unterteil ca. 35 €, Selbst-montage möglich, Energieeinsparung bis 20 Prozent.
* Wand: Lüftungsöffnungen der Heizung ins Freie nach erfolgter Erneuerung der Heizung verkleinern: In der Regel sind nicht mehr als 10&15 cm erforderlich. Vorhandene Öffnungen sind oft dreimal so groß. Fachmann hinzuziehen! Unter 100 € Gesamtaufwand.


Tipps für Mieter, die einen erhöhten Aufwand verursachen und die Mithilfe des Fachmanns erfordern:

* Intelligente Schaltkonzepte für die Beleuchtung - nach Ausstattung der Räume mit Präsenzmeldern (Preis differiert stark nach Wohnungs- bzw. Hausgröße und Bedürfnislage des Nutzers).
* Einstellen der Heizungsregelungen ca. 2 bis 7 €/qm; Energieeinsparung bis 20 Prozent.
* Umwälzpumpe: mit Zeitschaltuhr versehen; 5 €/qm; Einspareffekt bis 20 Prozent; Förderhöhe einstellen: 2 bis 7 €/qm; ebenfalls 10 bis 20 Prozent.
* Hydraulischen Abgleich durchführen: 2-7€/qm; bis 30 Prozent (Hierbei wird jeder Heizkörper mit exakt der für die gewünschte Temperierung eines Raumes benötigten Wärmemenge versorgt).
* Dämmung von Rohrleitungen: 0,7 bis 1€ je laufender Meter. Einsparung: 50 bis 70 Prozent/lfd. Meter.
* Installation eines Kaminofens. Ab 500 €; in vielen Fällen ist die Nutzung des Reserveschornsteins im Haus möglich; Einbau und Abnahme sind Sache des Fachmanns!


Maßnahmen, die sich Hauseigentümer kurzfristig umsetzen können:

* Preise mit Lieferanten bzw. Energieversorger neu verhandeln; ggf. Wechsel des Energieversorgers
* Öleinkauf gemeinsam mit benachbarten Hausbesitzern: Einsparung bis 20 %
* Erneuern der Thermostatventile: ca 70 € pro Ventil; Einsparung bis 15 %
* Einstellen und Warten der Heizungsregelungen – siehe oben auch bei den Tipps für Mieter.


Tipps für besonders wirksame Investitionen für Hauseigentümer

* Umwälzpumpe erneuern: wie oben (Tipps für Mieter)
* zusätzlich: Austausch einer nicht regelbaren gegen eine elektronische Pumpe: ca 500 bis 1500 €. Energieeinsparung bis 15 %.
* Nachdämmung von Kellerdecken unter unbeheizten Räumen: 10-50 €/qm; bringt 5 bis 15 % Einsparung; Förderung durch KfW-Programm
* Austausch energieintensiver Heiztechnik: 150-300 €/qm; Förderung durch KfW-Programm
* Dämmung der obersten Geschossdecken: 10-80 €/qm; Einspareffekt bis 30 %; Förderung durch KfW-Programm Wohnraummodernisierung
* Dämmung des Dachbodens gegen beheizten Raum: ca 40 €/qm; spart bis 15 %; KfW-Kredit.


2009 steigen die energetischen Anforderungen an Gebäude

Mit dem Jahreswechsel müssen viele Gebäudebesitzer erhöhte ihre Immobilien an verschärfte gesetzliche Anforderungen anpassen. Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Energieausweis-Pflicht für alle Wohngebäude.

Zudem müssen nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz alle Bauvorhaben, für die ab dem 01.01.2009 der Bauantrag eingereicht wird, einen Mindestanteil Ihrer Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien beziehen oder Ersatzmaßnahmen aufweisen.

Auch hinsichtlich der Anlagentechnik werden die Vorgaben strenger: Alte Heizkessel (eingebaut vor Oktober 1978), die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden müssen bis Ende 2008 endgültig außer Betrieb genommen werden. Das gilt auch wenn sie so ertüchtigt wurden, dass die zulässigen Abgasverlustgrenzwerte eingehalten sind oder ihr Brenner nach dem 1. November 1996 erneuert wurde.